Weibliche Brust beim Mann
Die Gynäkomastie ist beim Mann eine Veränderung der Brust in der Form , dass die Brustdrüse und das Fettgewebe vergrößert sind und der weiblichen Brust ähneln. Die Vergrößerung ist meist beidseitig, kann aber auch asymmetrisch auftreten. Im jugendlichen Alter bzw. in der Pubertät ist die Gynäkomastie ein nicht krankhafter Zustand. Sie bildet sich meist spontan zurück, und bedarf keiner Therapie. Beim Erwachsenen ist die Ursache für die Ausbildung einer Gynäkomastie häufig unklar. Bestimmte Patientengruppen können durch Einnahme von Hormonen (Anabolika), eine Gynäkomastie hervorrufen. Weitere Ursachen können einer veränderte Leberfunktion oder die Einnahme von weiblichen Hormonen sein (östrogenhaltige Medikamente). In sehr seltenen Fällen kann auch ein Tumor(Geschwür), der unter Umständen bösartig sein kann, eine Gynäkomastie verursachen. Bei übergewichtigen Patienten liegt häufig auch die Ursache darin, dass übermäßig viele weibliche Hormone (Östrogene) in den Fettzellen gebildet werden, wodurch sich eine Gynäkomastie ausbildet. Aus diesem Grund sollte vor einer solchen Operation eine Gewichtsreduktion erfolgen.
Es ist ratsam, vor einem solchen Eingriff einen Hormonstatus und eine Untersuchung durch einen Facharzt für Urologie durchführen zu lassen. Bei ausgedehnten Befunden übernehmen bis heute die Krankenkassen die Kosten für einen solchen Eingriff.
Ablauf der Operation:
Der Eingriff kann üblicherweise ambulant unter örtlicher Betäubung, oder auf Wunsch auch unter Vollnarkose, durchgeführt werden. Bei dem Eingriff werden entweder nur das hinter der Brustwarze liegende Drüsengewebe entfernt, oder aber nur eine Absaugung des Drüsengewebes durchgeführt. In vielen Fällen muss aber sowohl eine Absaugung des umliegenden Fettgewebes, sowie eine Entfernung des Drüsengewebes durch ein Schnitt um den Brustwarzenhof von 3 Uhr bis 9 Uhr erfolgen. Verbleibende halbmondförmige Narben um den Brustwarzenhof, zwischen 3 und 9 Uhr (im Uhrzeigersinn) sind häufig kaum sichtbar. Nach dem operativen Eingriff ist es erforderlich, dass eine nach Maß angefertigte Kompressionsweste für 6 -8 Wochen getragen wird. Die Fäden können in der Regel nach 8 – 10 Tagen gezogen werden. Anschließend ist eine Narbenbehandlung ratsam.
Die postoperativen Schmerzen entsprechen einem leichten bis mäßigem Muskelkater und können mit Schmerztabletten wie Ben-u-ron ( Paracetamol) oder Ibuprofen behandelt werden.
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