Schweisdrüsenabsaugung bei übermäßigem Schwitzen
Eine neue Therapie des übermäßigem Schwitzen im Achselbereich (Hyperhidrosis axillaris) ist die Schweisdrüsenabsaugung. Sie wird erst seit einigen Jahren in wenigen Praxen in Deutschland durchgeführt.
Ziel der Behandlung ist die operative Entfernung der Schweißdrüsen; dabei werden die sogenannten Apokrinen und Epikrinen Drüsen (sog. Schweißdrüsen), die direkt unter der Haut liegen, abgesaugt. In der Regel erreicht man eine Reduktion der Schweißneigung auf ein normales Niveau, entsprechend dem anderer, nicht an Hyperhidrosis leidenden Personen. Im äußersten Fall kann die Schweißneigung auf Null reduziert werden. Die operative Schweißdrüsenabsaugung hat sich mittlerweile als zuverlässiges und effektives Verfahren etabliert.
Es handelt sich um einen wenig invasiven Eingriff, mit dem bleibende therapeutische Erfolge zu erzielen sind. In unserer Praxis führen wir diesen Eingriff seit ca. 3 Jahren an einem ständig wachsenden Patientenkollektiv durch.
Operationstechniken
Der Eingriff wird ambulant in Tumenszenz-Lokalaesthesie nach KLEIN durchgeführt und ist für den Patienten wenig belastend.
Nach Anfärbung der Schweißdrüsenlager mit einem speziellen Test erfolgt über zwei kleine Incisionen in der Nähe des abgesaugten Areals die Absaugung und und Curettage (Ausschabung) der Schweißdrüsen an der Cutis-Subcutisgrenze.
Im Anschluss werden die Schweißdrüsen abgesaugt und die Incisionen verschlossen.
Postoperativer Verlauf
Die Patienten werden mit einem polsternden Verband und einer Schmerzmedikation (in der Regel Paracetamol / Ibuprofen) nach Hause entlassen und am nächsten Tag von uns wieder gesehen. Körperliche Schonung sollte für ca. 4 Tage eingehalten wedern.
Bereits am 1. postoperativen Tag ist der Opetrationserfolg beurteilbar: Die Achselhöhlen sind in der Regel deutlich trockener als präoperativ.
Mögliche Komplikationen
In der Hand des erfahrenen Operateurs ist der Eingriff sicher und zuverlässig durchführbar. Eine Verletzung oberflächlicher kleinen Hautnerven kann zu leicht en Sensibillitätsstörungen (Empfindungsstörungen) führen. Ansonsten sind postoperativ Schwellungen und Rötungen im OP-Gebiet Folge des chirurgischen Vorgehens.
Bei zu radikalem Vorgehen kann es zu Hautnekrosen (Absterben von Hautbezirken) kommen.
Zusammenfassung:
Die operative Absaugung der axillären Schweißdrüsen ist das derzeit sinnvollste Verfahren zur Behandlung der primären Hyperhidrose.
Im Vergleich zu allen anderen Verfahren ist der Eingriff minimalinvasiv mit geringeren Komplikation bei gleichzeitig sehr gutem und dauerhaftem Erfolg verbunden.
Die Erfahrung des Operateurs entscheidet zwischen Operationserfolg und möglichen Hautnekrosen.
Aus diesem Grund empfehlen wir diesen Eingriff nur in spezialisierten Praxen für Plastische und Ästhetische Chirurgie durchführen zu lassen.
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