Hyperhidrosis axillaris

 

Axilläres Schwitzen ( Hyperhidrosis)

Stichworte: Hyperhidrosis, axilläres Schwitzen, Saug-Curretage, BotulinumtoxinA Behandlung, Botox- Behandlung, Schweisdrüsenabsaugung bei übermäßigem Schwitzen.

Eine neue operative Therapie bei übermäßigem Schwitzen im Achselbereich (Hyperhidrosis axillaris) ist die Schweisdrüsenabsaugung.

Alternativ kann statt einer Operation Botulinumtoxin A ( Botox) appliziert werden, um ca. 8 Monate vom axillären Schwitzen befreit zu sein.

Ziel der operativen Behandlung ist die  Entfernung der Schweißdrüsen; dabei werden die Apokrinen und Epikrinen Drüsen (die sog. Schweißdrüsen), die direkt unter der Haut liegen, abgesaugt/ curretiert. In der Regel erreicht man eine Reduktion der Schweißneigung auf ein normales Niveau/ Menge, entsprechend dem anderer, nicht an Hyperhidrosis leidenden Personen. Im äußersten Fall kann die Schweißneigung auf Null reduziert werden. Die operative Schweißdrüsenabsaugung hat sich mittlerweile als zuverlässiges und effektives Verfahren etabliert.

Es handelt sich um einen wenig invasiven Eingriff, mit dem bleibende therapeutische Erfolge zu erzielen sind.

Operationstechnik

Der Eingriff erfolgt ambulant in Tumenszenz-Lokalaesthesie nach KLEIN, und ist für den Patienten wenig belastend. Auf Wunsch kann der Eingriff auch unter Vollnarkose, sowie im Krankenhaus durchgefürt werden.

Nach Anfärbung der Schweißdrüsenlager/ Areale mit einer speziellen Lösung  und Darstellung, wird zuerst eine sog. Tumeszenzlösung in das markierte Areal eingespritzt. Anschließend erfolgt nach einer Einwirkzeit von ca. 20 min. über eine kleine Einstichstelle/ Incision (ca. 2 mm groß) in der Nähe des abzusaugenden Areals die Absaugung/ Curettage (Ausschabung) der Schweißdrüsen an der Cutis-Subcutisgrenze ( Haut-Unterhautfettgewebs-Grenze) mit dünnen und speziellen Kanülen.

Im Anschluss werden die Incisionen mit einer feinen Naht verschlossen.

Postoperativer Verlauf

Die Patienten werden mit einem polsternden Verband und einer Schmerzmedikation  nach Hause entlassen, und am nächsten Tag von uns wieder zum ersten Verbandswechsel einbestellt. Körperliche Schonung sollte für ca. 4 Tage eingehalten wedern.

Bereits am 1. postoperativen Tag ist der Opetrationserfolg beurteilbar: Die Achselhöhlen sind in der Regel deutlich trockener als präoperativ.

Eine endgültige Aussage kann jedoch erst nach 3 Monaten getroffen werden.

 

Mögliche Komplikationen

In der Hand des erfahrenen Operateurs ist der Eingriff sicher und zuverlässig durchführbar. Eine Verletzung oberflächlicher kleinen Hautnerven kann zu leichten Sensibillitätsstörungen (Empfindungsstörungen) führen. Ansonsten sind postoperativ Schwellungen und Rötungen im OP-Gebiet Folge des chirurgischen Vorgehens.

Bei zu radikalem Vorgehen kann es zu Hautnekrosen (Absterben von Hautbezirken) kommen.

Zusammenfassung:

Die operative Absaugung der axillären Schweißdrüsen ist das derzeit sinnvollste Verfahren zur Behandlung der primären Hyperhidrose.

Im Vergleich zu allen anderen Verfahren ist der Eingriff minimalinvasiv mit geringeren Komplikation bei gleichzeitig sehr gutem und dauerhaftem Erfolg verbunden.

Die Erfahrung des Operateurs entscheidet zwischen Operationserfolg und möglichen Hautnekrosen.

Aus diesem Grund empfehlen wir diesen Eingriff nur in spezialisierten Praxen für Plastische und Ästhetische Chirurgie durchführen zu lassen.

 

Alternativ kann eine Behandlung mit Botulinumtoxin A (Botox) erfolgen. Die Wirkdauer liegt bei ca. 8-12 Monaten. Dabei wird mit einer ganz dünnen Kanüle Botulinumtoxin A punktuell in  das Areal der Achselhöhle injiziert. ( ca.10-15 kleine Einstiche)

Gerne schicken wir Ihnen weiteres Informationsmaterial zu diesem Thema.

Eine Ratenzahlung ist möglich:

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